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Mit dem Malerweg beginnen wir 2022 den ersten größeren Weg.
Es geht diesmal wieder in das Elbsandsteingebirge. Wir haben den Malerweg im letzten Jahr häufiger berührt und haben ihn jetzt als „Ganzes“ im Programm. Es sind 123 km geworden.
- Prolog von Liebethal nach Wehlen 12,3 km
- Etappe 1 von Wehlen zur Ostrauer Mühle 27 km
- Etappe 2 von der Ostrauer Mühle nach Hinterhermsdorf 23 km
- Etappe 3 von Hinterhermsdorf nach Kleinhennerdorf 24,3 km
- Etappe 4 von Kleinhennersdorf nach Weißig 20,3 km
- Epilog von Weißig nach Pirna 15,7 km
Der Malerweg – der Unzumutbare
Der Malerweg liegt gerade hinter uns und ich schreibe mal auf, was wir über diesen Weg gelernt haben.
Jeder sollte ihn ganz, oder in Teilen gehen! So viele tolle Bilder und Erfahrungen sind auf so einem kurzen Weg (ca. 116 km) unzumutbar. Man kann die Fülle an Eindrücken kaum verarbeiten, Schluchten, Täler, Bergpanoramen, Bäche, Wasserfälle, Wälder, Felder alles was der Wanderer, was der Naturfreund sehen will, wird er dort finden. Was Caspar David Friedrich sah, kann man auch sehen.
Es scheint endlos auf und abzugehen, immerhin sind es auf „unserer“ Tour (123 km) knapp über 9000 Höhenmeter gewesen. Hinter jeder Ecke müsstest du stehen bleiben und dir alles genau ansehen. Hier kommt der erste Punkt, wir haben 4 ganze Tage und 2 halbe Tage für den Malerweg geplant und jeweils die An- und Abreise. Da ist die Zeit zum Verweilen knapp bemessen, zumal man sie für die notwendigen Pausen benötigt. Wer wie wir, recht flott im brandenburgischen Sand unterwegs ist, ist im Elbsandsteingebirge, insbesondere auf dem Malerweg nicht mehr flott. Nicht nur geht es deutlich steil bergauf und bergab, sondern es stellen sich Aufgaben in Formen von Treppen, Stufen, Leitern und sonstigen Hindernissen, die einige Herausforderungen bieten.
Ich selber habe mich einem Höhentraining im eigenen Wohnzimmer unterzogen (wie das geht, gerne per PN) und ohne dieses Training hätte ich den Weg wohl nicht geschafft. Höhenangst ist hier fehl am Platz, Respekt vor Höhe ist hier sehr wohl angebracht. Man kann auf dem Malerweg abstürzen und sich auch dabei schlimm verletzen. Insbesondere bei schlechten Wetterlagen, sind einige Wege schwer passierbar, was natürlich den Einsatz von gutem Schuhwerk (das ist eine Religion für sich) voraussetzt. Alles in dem du sicher unterwegs bist, ist schon mal richtig. Hier sei auch erwähnt, dass die Beschreibung „Weg“ in Malerweg sicher nicht die richtige ist, denn ein Weg ist er selten.
Der Einsatz von Stöcken ist nicht immer möglich, man muss also eine Möglichkeit haben, seine Stöcke gut zu verstauen, oder man geht ohne.
Leider ist auch auf dem Malerweg der Klimawandel deutlich zu erkennen. Gerade bei den Fichten gibt es Wegstrecken, wo fast nur noch Totholz steht. Wenn man bei windigen Wetterlagen unterwegs ist, empfiehlt sich der Blick nach oben, denn die letzten Stürme haben einigen Bäumen den Rest gegeben.
Die Beschilderung ist meist gut und ausreichend.
Die Bastei ist mit Sicherheit der spektakulärste Ort des Weges, deshalb sollte man seine Tour so planen, dass man nicht an einem Samstag oder Sonntag da ist.
Der Malerweg ist absolut empfehlenswert!